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Klavierlehrer
Zur Tätigkeit des Klavierlehrers
Der Klavierlehrer als Wegweiser einer Musiklaufbahn
Viele Eltern halten für ihre Kinder den Einstieg in eine musikalische Laufbahn über die Klavierausbildung für sinnvoll. Diese Ansicht ist durchaus nicht von der Hand zu weisen, denn neben der Vermittlung von Fingerfertigkeiten und umfassenden Repertoirewissen bietet das Instrument elementare Voraussetzungen für das Verständnis musiktheoretischer Zusammenhänge. Das bestätigt ein Blick auf die Gewichtung von Klavierfähigkeiten in allen Musikstudiengängen. Daraus erschließt sich der Klavierlehrer als Person von wegweisender Funktion, der nicht nur das Instrument und die Literatur dafür sehr genau kennen, sondern darüber hinaus noch methodische Kompetenzen und pädagogisch geschultes Empathievermögen besitzen muss.
Die Ausbildung des Klavierlehrers
Selbstverständlich findet man im privaten Bereich auch Musikstudenten oder semiprofessionelle Pianisten, die sich über den Klavierunterricht ein Zubrot verdienen wollen. Doch diese müssen sich gegen eine Vielzahl von studierten Instrumentalisten durchsetzen, die sowohl in Fach- als auch pädagogischen Kenntnissen geschult sind. Aber selbst an der Hochschule gibt es verschiedene Wege zum Klavierlehrer. Zum einen kann man über ein Schulmusikstudium, zum anderen über ein Instrumentalstudium zum Ziel gelangen. Auf beiden Wegen ist die Elementare Musikpädagogik, Tonsatz, Gehörbildung, Musikgeschichte, aber besonders die Instrumentalpädagogik ein wichtiger Teilaspekt der Ausbildung, die letzten Endes zum kompetenten Klavierlehrer befähigt. Die Regelstudienzeit einer solchen Hochschulausbildung dauert je nach Bundesland und Studienrichtung zwischen acht und zehn Semester, also vier bis fünf Jahre.
Wer jedoch als anerkannter Klavierlehrer arbeiten will, ohne den Status der allgemeinen Hochschulreife zu besitzen, hat mit den entsprechenden fachlichen Voraussetzungen die Möglichkeit, eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung zum staatlich geprüften Klavierlehrer zu absolvieren.
Ansprüche an den Klavierlehrer
Zunächst bedarf es keiner Erklärung, dass ein Klavierlehrer sein Instrument beherrschen, das heißt, über virtuose Fähigkeiten im Spiel genauso verfügen muss wie über geschichtliches und fachliches Wissen in Bezug auf Klangerzeugung, Aufbau und Besonderheiten seines Instruments. Das Pianoforte ist als dynamikfähige Weiterentwicklung des Cembalos ein mehrere hundert Jahre altes Musikinstrument und verfügt über eine Fülle an Notenliteratur, die in Kompositionsstil und interpretatorischen Eigenheiten an ihre jeweilige Epoche gebunden ist. Deshalb braucht der Klavierlehrer, ungeachtet seiner individuellen Vorlieben, ein breites Erfahrungsspektrum im Spiel von Bach bis Stockhausen.
Arbeitsfelder des Klavierlehrers
Nach einem zum Unterrichten qualifizierten Abschluss stehen dem Klavierlehrer verschiedene Tätigkeitsfelder offen. Neben dem selbstständigen Angebot der erlernten Fähigkeiten gibt es zahlreiche private bzw. staatlich gestützte musikalische Lehrinstitutionen, bei denen der Klavierunterricht zur elementaren Musikausbildung gehört. Mit den entsprechenden Kompetenzen ist es sogar möglich, an Musikhochschulen oder Universitäten zu dozieren und damit die Klavierlehrer von morgen zu fördern.
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