|
|
|
Klavierstimmung
Die beiden Arten der Klavierstimmung
Bei der Klavierstimmung werden die einzelnen Töne eines Klaviers in einen harmonischen Einklang gebracht, indem die Spannung der jeweiligen Saiten eingestellt wird. Eine Klavierstimmung erfolgt nach dem so genannten wohltemperierten Tonsystem unter Berücksichtigung von einerseits der Richtigkeit der Töne und andererseits ihrem Klang.
Üblicherweise gilt der Kammerton a, der an einen so genannten Quintenzirkel angelegt wird, als Ausgangspunkt für die Klavierstimmung. Da ein Klavier durch die Temperatur der Raumluft und durch Schwankungen des Luftdrucks mit der Zeit seinen Klang verändert, ist ein etwa jährliches Stimmen sinnvoll.
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten der Klavierstimmung: mit dem Stimmgerät und nach Gehör. Eine Vielzahl Klavierstimmer arbeitet heutzutage mit einem Stimmgerät. Die Klavierstimmung erfolgt hierbei nach einer mathematischen Berechnung der Schwingungsteilung bei den einzelnen Oktaven und erzeugt dadurch einen sauberen, harmonisch aufeinander abgestimmte Klang des gesamten Klaviers.
Ein Klavierstimmer, der nach Gehör arbeitet, hat im Gegensatz dazu ein Expertenwissen, das in der heutigen Zeit nur noch selten zu finden ist, obwohl der Klang eines nach Gehör gestimmten Klaviers erheblich besser ist. Das Stimmen nach Gehör wird auch intuitives Stimmen genannt, weil keine analytische Berechnung dazu erforderlich ist, sondern die Erfahrung des Klavierstimmers und dessen Gefühl für Inharmonizität. Die Klavierstimmung nach Gehör erfordert sehr lange Jahre an Erfahrung und gilt als Kunst, die ihren Preis hat und heute meist nur noch von Pianisten in Anspruch genommen wird.
|
|
Klavier
Klaviertransport
Klavierreparatur
Klavierstimmung
Klavierlehrer
|